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Simson Fan Page

Simson – Zweiradlegende aus Suhl

Suhl · Thüringen · seit 1856

SIMSON

Von der Waffenschmiede zur Zweiradlegende: Simson steht für Schwalbe, Star, Habicht und S51 – Fahrzeuge, die Generationen mobil gemacht haben und bis heute Kultstatus genießen.

1856Gründung
> 1 Mio.Schwalben gebaut
> 1,6 Mio.S50/S51 gebaut
SuhlHeimat

Geschichte

Über 165 Jahre Suhler Industriegeschichte

Die Firmengeschichte reicht weit vor die bekannten Mopeds zurück – und ist geprägt von Aufbruch, Umbrüchen und Neuanfängen.

1856

Gründung in Suhl

Die Brüder Löb und Moses Simson gründen in Suhl ein Unternehmen, das zunächst Waffen und Metallwaren fertigt. Der Standort Suhl ist über Jahrhunderte als Zentrum der Waffenherstellung bekannt.

1887

Ausbau der Werkstätten

Gerson Simson lässt an das 1882 erbaute Wohnhaus in Suhl Werkstätten, Büro, Revision und Magazin anbauen.

1893

Präzisionsrichtmittel für die Artillerie

Das Unternehmen nimmt die Herstellung von Präzisionsrichtmitteln für die Artillerie auf.

1911

Der erste Pkw: Simson A

Der erste Personenwagen mit 4-Zylinder-Motor geht in Serie. Wegen der Untermotorisierung werden nur wenige Exemplare verkauft, es folgen leistungsstärkere Varianten.

1900er–1930er

Vom Waffenbauer zum Fahrzeughersteller

Simson erweitert das Programm um Fahrräder und Automobile. In den 1920er-Jahren entstehen unter dem Namen Simson Supra hochwertige Personenwagen.

1930er

Enteignung der Gründerfamilie

Die jüdische Eigentümerfamilie wird in der NS-Zeit enteignet. Das Unternehmen wird in die Berlin-Suhler Waffen- und Fahrzeugwerke (BSW) überführt – ein dunkles Kapitel der Firmengeschichte.

ab 1945

Neuanfang in der DDR

Nach dem Krieg wird der Betrieb demontiert und neu aufgebaut. Als volkseigener Betrieb entwickelt sich Suhl zu einem der wichtigsten Zweiradstandorte der DDR.

1950er

AWO 425 & SR1

Mit dem Motorrad AWO 425 und den ersten Kleinkrafträdern wie der SR1 und dem KR50 legt Simson den Grundstein für die späteren Erfolgsmodelle.

1964

Die Schwalbe KR51 erscheint

Der legendäre Kabinenroller mit ikonischer Verkleidung wird zum meistgebauten Simson-Modell und prägt das Straßenbild der DDR.

1960er–1970er

Vogelserie

Spatz, Star, Sperber und Habicht bilden die berühmte „Vogelserie“ – robuste Mopeds für Alltag, Ausbildung und Freizeit.

1975–1980

S50 und S51

Mit der S-Serie bringt Simson moderne Mokicks heraus. Die S51 wird zu einem der erfolgreichsten Zweiräder der DDR und ist bis in die Wendezeit und darüber hinaus gefragt.

ab 1990

Wende und Neuausrichtung

Nach der Wiedervereinigung muss sich das Unternehmen auf dem freien Markt behaupten. Es folgen Privatisierung und Versuche, neue Modelle zu etablieren.

2002/2003

Ende der Serienfertigung

Die Produktion der klassischen Simson-Zweiräder in Suhl wird eingestellt, die Simson-Werke werden am 1. Februar 2003 aufgelöst. Die Marke lebt aber in Werkstätten, Clubs und bei Fans weiter.

2009

Neuproduktion der Motoren

MZA nimmt die Produktion des seit 1980 bewährten Motors M500/700 für S51, S70, SR50 und KR51/2 wieder auf – komplett aus Neuteilen, mit Original-Montagewerkzeugen und zwei Jahren Händlergarantie.

Modelle

Die großen Namen im Überblick

Filtere nach Kategorie und entdecke die wichtigsten Simson-Modelle.

Roller

Schwalbe KR51

ab 1964

Die Ikone unter den DDR-Zweirädern: Kabinenroller mit Beinschutz, 50-ccm-Zweitaktmotor und charakteristischer Silhouette. Millionenfach gebaut und bis heute begehrt.

Mokick

S51

1980–1991

Direkter Nachfolger der S50, gebaut im VEB Fahrzeug- und Jagdwaffenwerk „Ernst Thälmann“. Mit über 1,6 Millionen Stück der S50/S51-Reihe das meistgebaute Kleinkraftrad Deutschlands.

Mokick

S50

ab 1975

Vorläufer der S51 und Startschuss für die moderne S-Serie – einfach aufgebaut, zuverlässig und leicht zu reparieren.

Vogelserie

Star SR4-2

ab 1967

Das klassische Moped mit Rahmen und Schaltgetriebe. Gilt als besonders robust und ist unter Sammlern beliebt.

Vogelserie

Spatz SR4-1

ab 1964

Kleiner Bruder der Vogelserie, gedacht als preiswertes Einsteigerfahrzeug für Alltag und Berufsverkehr.

Vogelserie

Sperber SR4-3

ab 1967

Die sportliche Variante der Reihe mit Blick auf Jugendliche und freizeitorientierte Fahrer.

Vogelserie

Habicht SR4-4

ab 1971

Das Top-Modell der Vogelserie: mehr Komfort und Ausstattung, dazu der Charme der frühen Siebziger.

Frühe Jahre

SR1 / SR2 / KR50

1950er

Die ersten Kleinkrafträder aus Suhl, mit denen die Grundlage für die späteren Erfolgsmodelle gelegt wurde.

Motorrad

AWO 425

1950er

Viertakt-Motorrad mit Einzylindermotor – robust, elegant und heute ein gesuchtes Sammlerstück.

Technik

Einfach, robust, reparierbar

Das Erfolgsgeheimnis von Simson liegt in der unkomplizierten Technik. Wer mit einer Simson aufgewachsen ist, hat meist auch das Schrauben gelernt.

MerkmalTypisch (S51)
MotorEinzylinder-Zweitakter
Hubraumca. 50 ccm
Getriebe4 Gänge, Fußschaltung
KühlungLuftkühlung
KraftstoffZweitaktgemisch
ZündungElektronisch (S51 Elektronik)
  • Zweitakter-Charme. Der typische Sound und das unkomplizierte Prinzip machen den Reiz der Fahrzeuge aus.
  • Hohe Ersatzteilverfügbarkeit. Große Stückzahlen sorgen dafür, dass es bis heute Teile und Nachbauten gibt.
  • Tuning-Szene. Zylinder, Vergaser und Auspuff lassen sich vielfältig anpassen.
  • Schrauberfreundlich. Wenige Spezialwerkzeuge, übersichtliche Bauweise, riesiges Wissen in Foren und Büchern.
🛣️

Laufleistung

Ein Simson-Motor schafft im Durchschnitt etwa 25.000 bis im besten Fall 60.000 km, bevor eine größere Überholung ansteht.

💧

Simmerringe im Blick

Sind die Simmerringe undicht, lohnt sich gleich eine ordentliche Regeneration mit neuen Lagern und Dichtungen.

🔍

Originalzylinder erkennen

Sind Laufbuchse und Kühlrippen oben optisch getrennt, ist es ein DDR-Original. Wirkt der Zylinder „verbunden“ und oben gerillt, handelt es sich meist um einen Nachbau.

Kultur

Mehr als ein Fahrzeug

Simson ist Erinnerungskultur, Jugendtraum und Community in einem.

🏁

Treffen & Ausfahrten

Jährlich finden in ganz Deutschland Simson-Treffen, Corsos und Ausfahrten statt – von lockeren Clubabenden bis zu großen Festivals.

🔧

Restaurierung

Vom Rost-Fund bis zum Glanzstück: Das Restaurieren einer Schwalbe oder Star ist für viele ein Herzensprojekt.

🏛️

Erinnerungsort Suhl

In Suhl und Umgebung ist die Simson-Geschichte lebendig – in Museen, bei Sammlern und in der Stadtkultur.

FAQ

Häufige Fragen

Wo wurde Simson gebaut?

Die Fahrzeuge entstanden im thüringischen Suhl, einer Stadt mit langer Tradition im Waffen- und Fahrzeugbau.

Welches ist das bekannteste Simson-Modell?

Die Schwalbe KR51 gilt als bekanntestes Modell. Dicht dahinter folgen die Mokick-Reihe S50/S51 und die Vogelserie.

Werden noch Simson-Fahrzeuge neu gebaut?

Die klassische Serienproduktion endete 2002. Gebrauchte Fahrzeuge, Teile und Nachbauten sind aber weiterhin verbreitet.

Brauche ich einen Führerschein für eine Simson?

Für viele DDR-Fahrzeuge gilt eine Sonderregelung aus dem Einigungsvertrag: Mit 50 ccm Hubraum und maximal 60 km/h Höchstgeschwindigkeit wirkt sich das nicht auf die Führerscheinklasse aus. Prüfe die aktuellen Vorgaben für dein Modell trotzdem vorab bei Zulassungsstelle oder Prüforganisation.

Worauf sollte ich beim Kauf achten?

Rahmennummer und Papiere, Zustand von Motor und Elektrik, Rostbefall sowie die Originalität der Teile. Eine Probefahrt und ein Kenner an der Seite helfen.

Inoffizielle Fanseite zur Marke Simson. Alle genannten Namen und Marken gehören ihren jeweiligen Inhabern. Angaben ohne Gewähr.

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